Nachdem wir im ersten Teil erklärt haben, wie Amazon Easy Ship grundsätzlich funktioniert, stellt sich für viele Händler die nächste Frage:
Lohnt sich das Modell überhaupt für mein Unternehmen?
Bevor wir die Kosten betrachten, müssen zunächst die Voraussetzungen erfüllt werden.
Amazon Easy Ship richtet sich vor allem an Händler mit einem etablierten Versandprozess.
Teilnehmende Händler benötigen:
Amazon richtet sich mit Easy Ship primär an Händler, die regelmäßig größere Mengen versenden.
Amazon nennt für Easy Ship ein tägliches Versandvolumen von etwa 300 Bestellungen als Richtwert.
Der gesamte Prozess ist auf größere Versandmengen ausgelegt.
Für Händler mit wenigen täglichen Bestellungen ist der organisatorische Aufwand oft höher als der tatsächliche Nutzen.
Neben dem Versandvolumen spielt auch die Infrastruktur eine wichtige Rolle.
Amazon erwartet zudem, dass die Paletten bei der Abholung zum Fahrzeug gebracht werden können.
Nicht jedes Produkt eignet sich für Amazon Easy Ship.
Amazon definiert klare Anforderungen an Gewicht, Größe und Produkttyp.
Ein Paket darf maximal:
wiegen.
Auch die Größe der Pakete ist begrenzt.
Maximal:
Produkte außerhalb dieser Maße können aktuell nicht über Easy Ship versendet werden.
Derzeit ist Easy Ship ausschließlich für nationale Sendungen vorgesehen.
Internationale Sendungen sind im aktuellen Programm nicht vorgesehen.
Amazon schließt bestimmte Produktgruppen grundsätzlich vom Easy-Ship-Programm aus.
Produkte mit Gefahrstoffeinstufung dürfen nicht über Easy Ship verschickt werden.
Auch alkoholhaltige Produkte sind aktuell ausgeschlossen.
Produkte aus dem Bereich lebender Tiere können nicht über Amazon Easy Ship versendet werden.
Diese Produktgruppen unterliegen besonderen gesetzlichen Anforderungen, die nicht mit dem Easy-Ship-Prozess kompatibel sind.
Die Gebührenstruktur gehört zu den wichtigsten Entscheidungsfaktoren für Händler.
Amazon arbeitet mit festen Versandgebühren, die sich nach Gewicht und Paketgröße richten.
Die Kosten sind deutlich planbarer als bei vielen individuellen Versandverträgen.
Neben den Versandgebühren sollten Händler auch weitere Faktoren berücksichtigen:
Eine ganzheitliche Betrachtung ist entscheidend, um die tatsächliche Profitabilität zu bewerten.
Viele Händler betrachten ausschließlich die Versandkosten.
Die tatsächliche Wirtschaftlichkeit ergibt sich erst aus:
Gerade bei Produkten mit niedrigen Margen kann eine fehlerhafte Kalkulation schnell zu Verlusten führen.
Ob Easy Ship wirtschaftlich sinnvoll ist, hängt stark vom Geschäftsmodell ab.
Je höher die tägliche Anzahl an Bestellungen ist, desto stärker wirken die Vorteile der Prozessautomatisierung.
Viele Händler möchten die Kontrolle über ihre Lagerbestände behalten.
Der Händler lagert weiterhin selbst, während Amazon den Versandprozess organisiert.
Mit zunehmender Bestellzahl steigen auch die Anforderungen an die Versandlogistik.
Easy Ship kann helfen, diese Prozesse zu vereinfachen.
Nicht jedes Geschäftsmodell profitiert gleichermaßen.
Viele Händler unterschätzen bestimmte Kostenfaktoren.
Ein häufiger Fehler besteht darin, ausschließlich die Easy-Ship-Gebühren zu analysieren.
Die gesamte Kostenstruktur sollte betrachtet werden.
Retouren gehören im E-Commerce zum Alltag.
Produkte mit hoher Retourenquote verursachen zusätzliche Kosten und beeinflussen die Profitabilität erheblich.
Auch wenn Amazon Teile der Versandabwicklung übernimmt, bleiben interne Aufwände bestehen.
Amazon Easy Ship richtet sich klar an Händler mit einem etablierten Versandprozess und einem höheren täglichen Versandvolumen.
Vor allem FBM-Händler mit eigenem Lager und mehreren hundert Bestellungen pro Tag können von der Lösung profitieren.
Eine genaue Kalkulation aller Kostenbestandteile ist unverzichtbar. Nur so lässt sich beurteilen, ob Easy Ship tatsächlich wirtschaftlicher ist als klassische Versandlösungen oder FBA.
Die Versandkosten richten sich nach Gewicht und Paketgröße. Zusätzlich fallen die üblichen Amazon-Verkaufsgebühren an.
Amazon nennt etwa 300 Bestellungen pro Tag als Richtwert für teilnehmende Händler.
Nein. Das aktuelle Programm ist auf den Versand innerhalb Deutschlands ausgelegt.
Unter anderem Gefahrgut, alkoholische Produkte und lebende Tiere.
Vor allem für Händler mit eigenem Lager und höherem Versandaufkommen, die ihre Versandprozesse effizienter gestalten möchten.