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Amazon Gebühren 2026: 7 Änderungen mit Margen-Boost

January 6, 2026
9 Minuten
Amazon Gebühren 2026: 7 Änderungen, die deine Marge deutlich verbessern

Amazon Gebühren 2026: 7 massive Änderungen, die deine Marge deutlich verbessern

Amazon reduziert 2026 in mehreren EU-Kategorien Referral- und FBA-Kosten – gleichzeitig steigen Lager- und Removal-Gebühren punktuell. Entscheidend ist nicht „billiger oder teurer“, sondern: Welche ASINs gewinnen – und welche verlieren?

Stand: 06.01.2026 Ziel: Marge & Preisstrategie Fokus: EU Marketplace
– €0,17
Ø Entlastung pro Item (kommuniziert)
bis – €0,45
Low-Price-FBA Einsparung pro Einheit
15.12.2025 / 01.02.2026
Stichtage für Fee-Änderungen

1. Einleitung: Warum Amazon 2026 ein Wendepunkt für Seller ist

Die Amazon Gebühren 2026 verändern erstmals seit Jahren spürbar die Kostenstruktur für europäische Seller – mit direkten Auswirkungen auf Marge, Preisstrategie und Wettbewerbsfähigkeit.

Amazon hat angekündigt, die europäischen Referral- und FBA-Gebühren ab Ende 2025 und Anfang 2026 deutlich zu senken. Im Durchschnitt werden – £0.15 / – €0.17 pro verkauftem Artikel genannt. Klingt zunächst unspektakulär – ist in der Praxis aber eine strukturelle Verschiebung, weil sie besonders dort wirkt, wo der Deckungsbeitrag zuletzt am stärksten unter Druck stand.

Warum das gerade jetzt zählt:
Steigende CPCs in Amazon Ads, aggressive Niedrigpreis-Konkurrenz, schwindende Deckungsbeiträge sowie höhere Lager- und Retourenkosten haben viele Sortimente „auf Kante“ kalkuliert. 2026 verschiebt diese Ausgangslage – aber nicht für alle gleich.

2. Amazon Gebühren 2026 – Überblick & strategische Einordnung

Amazon passt sein Gebührenmodell nicht zufällig an. Die Änderungen wirken wie eine Antwort auf:

  • wachsenden Wettbewerbsdruck durch asiatische Plattformen
  • sinkende Attraktivität bestimmter Kategorien
  • Margenprobleme im Low-Price-Segment
Wichtig für die Einordnung: Amazon kommuniziert teils eine durchschnittliche Kostensteigerung von +€0.02 pro Einheit in einzelnen Ländern. Mittelwerte sind aber gefährlich – sie verdecken, wie stark einzelne Kategorien und Preisfenster profitieren oder verlieren.

Die wichtigsten Stellschrauben

  • FBA-Fulfillment-Kosten
  • Referral Fees (Verkaufsprovisionen)
  • Low-Price-FBA
  • Deal- & Marketing-Gebühren

Kurz gesagt: Niedrigpreisprodukte gewinnen – ineffiziente Sortimente verlieren. Das ist keine Marketing-Floskel, sondern eine direkte Konsequenz aus der Kombination aus Fee-Entlastung und steigenden Lager-/Removal-Kosten.

3. Änderungen ab 15. Dezember 2025

3.1 FBA-Fulfillment wird günstiger

In den Kernmärkten DE, UK, FR, IT, ES sinken die Paketgebühren um – €0.32 / – £0.26 pro Einheit. Das ist besonders relevant, wenn du:

  • hohes Absatzvolumen hast
  • niedrige Verkaufspreise fährst
  • knappe Margen in wettbewerbsintensiven Kategorien managst

Produkte, die bisher „gerade so“ profitabel waren, erreichen wieder den Break-even – oder liegen darüber. Bei mehreren tausend Bestellungen pro Monat wird aus einem kleinen Betrag schnell ein fünfstelliger Marge-Hebel.

3.2 Kleidung & Accessoires: Ein Comeback-Segment

Fashion stand zuletzt stark unter Druck: hohe Retouren, aggressive Preise und hohe Provisionen haben viele Sortimente unrentabel gemacht. Die Amazon Gebühren 2026 verändern das spürbar.

Verkaufspreis Referral Fee alt Referral Fee neu Implikation
bis €15 8 % 5 % Mehr Luft für Volumenartikel
€15–€20 15 % 10 % Neue Skalierung für Basics & PL
Realitätscheck: Nicht jeder Fashion-Seller profitiert automatisch. Retourenquote und Logistik bleiben die Hebel, die über „schöne Theorie“ vs. „echte Marge“ entscheiden.

4. Änderungen ab 1. Februar 2026

4.1 Referral-Fee-Reduktionen in Schlüssel-Kategorien

Amazon senkt gezielt in preissensiblen Segmenten:

  • Home Products bis €20: 15 % → 8 %
  • Pet Food & Pet Clothing bis €10: 15 % → 5 %
  • Grocery & Supplements bis €10: 8 % → 5 %

Warum genau diese Bereiche? Weil hier meist Volumen, Wiederkauf und Preis-Sensitivität zusammenkommen. Genau dort entfalten die Amazon Gebühren 2026 ihren stärksten Effekt.

4.2 Low-Price-FBA: Der größte Hebel

Amazon erweitert Low-Price-FBA auf Produkte bis €20 Verkaufspreis. Die durchschnittliche Einsparung liegt bei – €0.40 bis – €0.45 pro Einheit.

Warum das ein Gamechanger ist:
Bei 10.000 Einheiten/Monat sind das bis zu €4.500 zusätzlicher Deckungsbeitrag – ohne Preisänderung. Viele Produkte, die zuvor „gerade so liefen“, werden wieder hochprofitabel.

5. Deal- & Marketing-Gebühren: Neue Spielräume

5.1 Gedeckelte Deal-Gebühren

Amazon senkt die maximale Deal-Gebühr:

  • UK: £200
  • DE: €300
  • FR / IT / ES: €100

Das macht Lightning Deals & Best Deals wieder kalkulierbarer. In Kombination mit sinkenden Stückkosten entstehen neue Möglichkeiten für aggressives Performance-Marketing – vor allem dann, wenn du deine Preislogik dynamisch steuern kannst.

Hinweis: In Verbindung mit algorithmischer Preissteuerung (siehe Algorithmic pricing) lassen sich Kampagnen und Preisfenster deutlich effizienter orchestrieren.

6. Wo Amazon 2026 teurer wird – und warum das wichtig ist

Trotz Entlastungen erhöht Amazon an anderen Stellen moderat:

  • monatliche Lagergebühren
  • Rücksendung an Verkäufer
  • Liquidationskosten
  • Fulfillment in NL, SE, BE, IE, PL

Amazon beziffert das teils als +€0.02 durchschnittliche Kosten pro Einheit. Entscheidend ist: Diese Kosten treffen vor allem Seller mit schlechter Lagerplanung, langsamem Abverkauf und fehlender Forecast-Logik.

Takeaway: Die Amazon Gebühren 2026 belohnen Effizienz – und bestrafen Nachlässigkeit.

7. Gewinner & Verlierer der Amazon Gebühren 2026

Gewinner Warum Verlierer Warum
Produkte unter €20 Fee-Entlastung wirkt prozentual stärker Langsam drehende Artikel Lager-/Removal-Kosten schlagen durch
Food, Supplements & Pet Food Volumen + Wiederkauf + Preis-Sensitivität Überlagerte Sortimente Kapitalbindung + Gebührenrisiko
Fashion-Basics Referral-Fee-Reduktion in relevanten Preisfenstern Seller ohne Preisautomatisierung Reagieren zu langsam auf Markt- und Fee-Signale
Datengetriebene Private Labels Skalierung + Pricing-Steuerung „Bauchgefühl“-Kalkulation Fehlende ASIN-P&L pro Markt

Unterm Strich gilt: Nicht die niedrigste Gebühr gewinnt – sondern die beste Preisstrategie. Wer 2026 nur „Gebühren runter“ hört, verpasst die eigentliche Chance: neue Preisfenster, neue Deal-Logik und sauberere Portfolio-Entscheidungen.

8. Praxisbeispiel: Margenrechnung 2025 vs. 2026

Produkt: Pet Food · Preis: €9,99 · Absatz: 5.000 / Monat

Jahr Referral Fee FBA Deckungsbeitrag (DB) Effekt
2025 €1,50 €2,40 €1,10 knapp
2026 €0,50 €2,00 €2,50 stabil
Rechnung:
+ €1,40 pro Einheit → + €7.000 monatlich (bei 5.000 Stück).
Solche Effekte siehst du nur, wenn du Gebühren systematisch pro ASIN und Markt analysierst – nicht als „Durchschnitt“ über das ganze Konto.

9. Strategische Empfehlungen für Amazon-Seller

1️⃣ Sortimentsanalyse mit 2026er Gebühren

Identifiziere Produkte mit +€0.30 bis +€1.00 zusätzlichem Deckungsbeitrag und hohem Absatzvolumen. Priorisiere „Fee-Winner“, bevor du neue ASINs launcht.

2️⃣ Low-Price-Sortimente neu bewerten

Food, Supplements und Pet Food profitieren überproportional. Das ist der Moment, bei dem ein „mittelmäßiges“ Portfolio durch Fee-Logik wieder profitabel werden kann.

3️⃣ Fashion unter €20 wieder ernst nehmen

Besonders Basics können wieder skalieren – sofern Retourenquote und Customer Experience im Griff sind.

4️⃣ Deals & Coupons neu planen

Sinkende Kosten machen aggressives Marketing wieder rentabler – aber nur, wenn du den Zusammenhang aus Deal, Preisfenster und Buybox sauber steuerst.

5️⃣ FBA- & Lagermanagement optimieren

Gerade in Peak-Seasons entscheidet Lagerplanung über Zusatzkosten. 2026 wird Inventory-Disziplin zum Wettbewerbsfaktor.

Weitere Analysen findest du im metaprice Blog oder in den metaprice FAQs.

10. Häufige Fragen zu Amazon Gebühren 2026 (FAQ)

Was sind die wichtigsten Änderungen der Amazon Gebühren 2026?
Amazon senkt FBA- und Referral-Gebühren in vielen Kategorien, vor allem bei Produkten unter €20. Gleichzeitig steigen einzelne Lager- und Removal-Kosten moderat.
Ab wann gelten die neuen Amazon Gebühren 2026?
Die ersten Änderungen greifen ab dem 15. Dezember 2025, weitere folgen ab dem 1. Februar 2026.
Welche Kategorien profitieren am stärksten?
Home, Pet Food, Grocery, Supplements und günstige Fashion-Artikel zählen zu den größten Gewinnern – insbesondere bei hohem Volumen.
Wer profitiert am wenigsten?
Seller mit langsamen Abverkäufen, hoher Lagerdauer und fehlender Preisstrategie – hier wirken Zusatzkosten besonders stark.
Ist Low-Price-FBA wirklich so relevant?
Ja. Einsparungen von bis zu €0.45 pro Einheit sind bei hohem Volumen enorm.
Sollte ich meine Preise 2026 anpassen?
In vielen Fällen ja. Die neuen Gebühren verschieben Break-even-Punkte deutlich. Entscheidend ist eine ASIN-genaue Kalkulation – nicht „Preise pauschal erhöhen oder senken“.
Sind Deals 2026 wieder sinnvoll?
Durch gedeckelte Gebühren werden Lightning Deals kalkulierbarer und oft rentabel – vorausgesetzt, Preisfenster, CPC und Conversion passen zusammen.
Welche Tools helfen bei der Optimierung?
Datenbasierte Repricing- & Analyse-Tools, die Fees, Buybox und Wettbewerb in Einklang bringen – z. B. der metaprice Ansatz für dynamische Preisstrategien.

11. Schlusswort & Handlungsempfehlung

Die Amazon Gebühren 2026 markieren einen echten Wendepunkt – nicht, weil Amazon plötzlich günstig wird, sondern weil Effizienz wieder belohnt wird.

Die wichtigsten Erkenntnisse:
  • Low-Price-Produkte gewinnen massiv
  • Volumen wird wieder attraktiver
  • FBA-Optimierung wird Pflicht
  • Lagerkosten müssen aktiv gemanagt werden
  • Preisstrategien sollten neu gedacht werden

🚀 Jetzt handeln: Gebührenhebel 2026 sauber nutzen

Wenn du 2026 wirklich gewinnen willst, brauchst du eine klare ASIN-P&L pro Markt – plus eine Preisstrategie, die Fees, Buybox und Kampagnenlogik zusammen denkt.

Amazon Gebühren 2026: Datenbasis, Methodik & Prüfbarkeit der Fee-Änderungen

Bereich Was im Beitrag verwendet wird So prüfst du es (Quick-Check) Warum das für Entscheidungen wichtig ist
Aktualität Stand im Artikel + Stichtage (15.12.2025 / 01.02.2026) In Amazon Seller Central die Fee-Notices/Ankündigungen je Marketplace prüfen Gebührenänderungen sind zeitkritisch – falscher Stand = falsche Kalkulation
Geltungsbereich EU-Marktplätze (DE/UK/FR/IT/ES etc.) + Kategorien/Preisfenster Je Land & Kategorie die Gebührenstruktur im Gebührenrechner/Programm-Details vergleichen Ein „Durchschnitt“ ist oft irreführend – Gewinner/Verlierer unterscheiden sich stark
Preisfenster-Logik Fokus auf ≤ €20 (Low-Price-Effekte, pro Einheit spürbar) Break-even pro ASIN: Preis, COGS, Referral, FBA, Ads, Retouren, Lagerdauer Die größten Hebel entstehen in preissensiblen Segmenten mit hohem Volumen
Praxisbeispiel Rechenbeispiel (Pet Food) zur Illustration des Fee-Hebels Eigene ASIN-P&L nachbauen: Vorher/Nachher Gebühren + Volumen Nur eine saubere ASIN-P&L zeigt, ob „Gebühren runter“ wirklich Marge bedeutet
Wichtige Einflussfaktoren Ads (CPC/ACOS), Retourenquote, Lagerdauer, Removal/Liquidation KPIs aus Business Reports + Advertising Reports + Lagerkennzahlen kombinieren Gebühren sind nur ein Teil – operative Effizienz entscheidet über Profitabilität
Grenzen/Disclaimer Keine Rechts-/Steuerberatung, Gebühren können variieren Verbindliche Angaben immer in offiziellen Amazon-Quellen gegenprüfen Schützt vor Fehlentscheidungen durch verallgemeinerte Annahmen
Empfehlung (Action) Repricing/Analyse datenbasiert, Portfolio neu gewichten Top 20 Umsatz-ASINs zuerst neu rechnen, dann Deal-/Pricing-Tests planen Maximiert Impact: schnellste Marge entsteht bei Volumen + klarer Preisstrategie
Metaprice Logo
Autor: Metaprice Team Retail Media, Repricing & Amazon-Marktplatzoptimierung

Metaprice unterstützt Marken beim Skalieren auf Amazon – datengetrieben, performance-orientiert und mit Insights aus 250+ Projekten. Weitere Inhalte findest du im Metaprice Blog.

Stand: 06. Januar 2026

Quellen (Auswahl):
Algorithmic Pricing (Wikipedia)
Amazon Marketplace (Wikipedia)

Rechtlicher Hinweis (Stand: 06.01.2026):
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und stellt keine Rechts- oder Steuerberatung dar. Gebühren, Konditionen und Stichtage können sich je nach Land, Kategorie und Programm unterscheiden. Verbindliche Angaben findest du in den offiziellen Amazon-Dokumentationen und in Seller Central.

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