- Einleitung: Warum Amazon 2026 ein Wendepunkt für Seller ist
- Amazon Gebühren 2026 – Überblick & strategische Einordnung
- Änderungen ab 15. Dezember 2025
- Änderungen ab 1. Februar 2026
- Deal- & Marketing-Gebühren: Neue Spielräume
- Wo Amazon 2026 teurer wird – und warum das wichtig ist
- Gewinner & Verlierer der Amazon Gebühren 2026
- Praxisbeispiel: Margenrechnung 2025 vs. 2026
- Strategische Empfehlungen für Amazon-Seller
- Häufige Fragen zu Amazon Gebühren 2026 (FAQ)
- Schlusswort & Handlungsempfehlung
1. Einleitung: Warum Amazon 2026 ein Wendepunkt für Seller ist
Die Amazon Gebühren 2026 verändern erstmals seit Jahren spürbar die Kostenstruktur für europäische Seller – mit direkten Auswirkungen auf Marge, Preisstrategie und Wettbewerbsfähigkeit.
Amazon hat angekündigt, die europäischen Referral- und FBA-Gebühren ab Ende 2025 und Anfang 2026 deutlich zu senken. Im Durchschnitt werden – £0.15 / – €0.17 pro verkauftem Artikel genannt. Klingt zunächst unspektakulär – ist in der Praxis aber eine strukturelle Verschiebung, weil sie besonders dort wirkt, wo der Deckungsbeitrag zuletzt am stärksten unter Druck stand.
Steigende CPCs in Amazon Ads, aggressive Niedrigpreis-Konkurrenz, schwindende Deckungsbeiträge sowie höhere Lager- und Retourenkosten haben viele Sortimente „auf Kante“ kalkuliert. 2026 verschiebt diese Ausgangslage – aber nicht für alle gleich.
2. Amazon Gebühren 2026 – Überblick & strategische Einordnung
Amazon passt sein Gebührenmodell nicht zufällig an. Die Änderungen wirken wie eine Antwort auf:
- wachsenden Wettbewerbsdruck durch asiatische Plattformen
- sinkende Attraktivität bestimmter Kategorien
- Margenprobleme im Low-Price-Segment
Die wichtigsten Stellschrauben
- FBA-Fulfillment-Kosten
- Referral Fees (Verkaufsprovisionen)
- Low-Price-FBA
- Deal- & Marketing-Gebühren
Kurz gesagt: Niedrigpreisprodukte gewinnen – ineffiziente Sortimente verlieren. Das ist keine Marketing-Floskel, sondern eine direkte Konsequenz aus der Kombination aus Fee-Entlastung und steigenden Lager-/Removal-Kosten.
3. Änderungen ab 15. Dezember 2025
3.1 FBA-Fulfillment wird günstiger
In den Kernmärkten DE, UK, FR, IT, ES sinken die Paketgebühren um – €0.32 / – £0.26 pro Einheit. Das ist besonders relevant, wenn du:
- hohes Absatzvolumen hast
- niedrige Verkaufspreise fährst
- knappe Margen in wettbewerbsintensiven Kategorien managst
Produkte, die bisher „gerade so“ profitabel waren, erreichen wieder den Break-even – oder liegen darüber. Bei mehreren tausend Bestellungen pro Monat wird aus einem kleinen Betrag schnell ein fünfstelliger Marge-Hebel.
3.2 Kleidung & Accessoires: Ein Comeback-Segment
Fashion stand zuletzt stark unter Druck: hohe Retouren, aggressive Preise und hohe Provisionen haben viele Sortimente unrentabel gemacht. Die Amazon Gebühren 2026 verändern das spürbar.
| Verkaufspreis | Referral Fee alt | Referral Fee neu | Implikation |
|---|---|---|---|
| bis €15 | 8 % | 5 % | Mehr Luft für Volumenartikel |
| €15–€20 | 15 % | 10 % | Neue Skalierung für Basics & PL |
4. Änderungen ab 1. Februar 2026
4.1 Referral-Fee-Reduktionen in Schlüssel-Kategorien
Amazon senkt gezielt in preissensiblen Segmenten:
- Home Products bis €20: 15 % → 8 %
- Pet Food & Pet Clothing bis €10: 15 % → 5 %
- Grocery & Supplements bis €10: 8 % → 5 %
Warum genau diese Bereiche? Weil hier meist Volumen, Wiederkauf und Preis-Sensitivität zusammenkommen. Genau dort entfalten die Amazon Gebühren 2026 ihren stärksten Effekt.
4.2 Low-Price-FBA: Der größte Hebel
Amazon erweitert Low-Price-FBA auf Produkte bis €20 Verkaufspreis. Die durchschnittliche Einsparung liegt bei – €0.40 bis – €0.45 pro Einheit.
Bei 10.000 Einheiten/Monat sind das bis zu €4.500 zusätzlicher Deckungsbeitrag – ohne Preisänderung. Viele Produkte, die zuvor „gerade so liefen“, werden wieder hochprofitabel.
5. Deal- & Marketing-Gebühren: Neue Spielräume
5.1 Gedeckelte Deal-Gebühren
Amazon senkt die maximale Deal-Gebühr:
- UK: £200
- DE: €300
- FR / IT / ES: €100
Das macht Lightning Deals & Best Deals wieder kalkulierbarer. In Kombination mit sinkenden Stückkosten entstehen neue Möglichkeiten für aggressives Performance-Marketing – vor allem dann, wenn du deine Preislogik dynamisch steuern kannst.
6. Wo Amazon 2026 teurer wird – und warum das wichtig ist
Trotz Entlastungen erhöht Amazon an anderen Stellen moderat:
- monatliche Lagergebühren
- Rücksendung an Verkäufer
- Liquidationskosten
- Fulfillment in NL, SE, BE, IE, PL
Amazon beziffert das teils als +€0.02 durchschnittliche Kosten pro Einheit. Entscheidend ist: Diese Kosten treffen vor allem Seller mit schlechter Lagerplanung, langsamem Abverkauf und fehlender Forecast-Logik.
7. Gewinner & Verlierer der Amazon Gebühren 2026
| Gewinner | Warum | Verlierer | Warum |
|---|---|---|---|
| Produkte unter €20 | Fee-Entlastung wirkt prozentual stärker | Langsam drehende Artikel | Lager-/Removal-Kosten schlagen durch |
| Food, Supplements & Pet Food | Volumen + Wiederkauf + Preis-Sensitivität | Überlagerte Sortimente | Kapitalbindung + Gebührenrisiko |
| Fashion-Basics | Referral-Fee-Reduktion in relevanten Preisfenstern | Seller ohne Preisautomatisierung | Reagieren zu langsam auf Markt- und Fee-Signale |
| Datengetriebene Private Labels | Skalierung + Pricing-Steuerung | „Bauchgefühl“-Kalkulation | Fehlende ASIN-P&L pro Markt |
Unterm Strich gilt: Nicht die niedrigste Gebühr gewinnt – sondern die beste Preisstrategie. Wer 2026 nur „Gebühren runter“ hört, verpasst die eigentliche Chance: neue Preisfenster, neue Deal-Logik und sauberere Portfolio-Entscheidungen.
8. Praxisbeispiel: Margenrechnung 2025 vs. 2026
Produkt: Pet Food · Preis: €9,99 · Absatz: 5.000 / Monat
| Jahr | Referral Fee | FBA | Deckungsbeitrag (DB) | Effekt |
|---|---|---|---|---|
| 2025 | €1,50 | €2,40 | €1,10 | knapp |
| 2026 | €0,50 | €2,00 | €2,50 | stabil |
+ €1,40 pro Einheit → + €7.000 monatlich (bei 5.000 Stück).
Solche Effekte siehst du nur, wenn du Gebühren systematisch pro ASIN und Markt analysierst – nicht als „Durchschnitt“ über das ganze Konto.
9. Strategische Empfehlungen für Amazon-Seller
1️⃣ Sortimentsanalyse mit 2026er Gebühren
Identifiziere Produkte mit +€0.30 bis +€1.00 zusätzlichem Deckungsbeitrag und hohem Absatzvolumen. Priorisiere „Fee-Winner“, bevor du neue ASINs launcht.
2️⃣ Low-Price-Sortimente neu bewerten
Food, Supplements und Pet Food profitieren überproportional. Das ist der Moment, bei dem ein „mittelmäßiges“ Portfolio durch Fee-Logik wieder profitabel werden kann.
3️⃣ Fashion unter €20 wieder ernst nehmen
Besonders Basics können wieder skalieren – sofern Retourenquote und Customer Experience im Griff sind.
4️⃣ Deals & Coupons neu planen
Sinkende Kosten machen aggressives Marketing wieder rentabler – aber nur, wenn du den Zusammenhang aus Deal, Preisfenster und Buybox sauber steuerst.
5️⃣ FBA- & Lagermanagement optimieren
Gerade in Peak-Seasons entscheidet Lagerplanung über Zusatzkosten. 2026 wird Inventory-Disziplin zum Wettbewerbsfaktor.
Weitere Analysen findest du im metaprice Blog oder in den metaprice FAQs.
10. Häufige Fragen zu Amazon Gebühren 2026 (FAQ)
Amazon senkt FBA- und Referral-Gebühren in vielen Kategorien, vor allem bei Produkten unter €20. Gleichzeitig steigen einzelne Lager- und Removal-Kosten moderat.
Die ersten Änderungen greifen ab dem 15. Dezember 2025, weitere folgen ab dem 1. Februar 2026.
Home, Pet Food, Grocery, Supplements und günstige Fashion-Artikel zählen zu den größten Gewinnern – insbesondere bei hohem Volumen.
Seller mit langsamen Abverkäufen, hoher Lagerdauer und fehlender Preisstrategie – hier wirken Zusatzkosten besonders stark.
Ja. Einsparungen von bis zu €0.45 pro Einheit sind bei hohem Volumen enorm.
In vielen Fällen ja. Die neuen Gebühren verschieben Break-even-Punkte deutlich. Entscheidend ist eine ASIN-genaue Kalkulation – nicht „Preise pauschal erhöhen oder senken“.
Durch gedeckelte Gebühren werden Lightning Deals kalkulierbarer und oft rentabel – vorausgesetzt, Preisfenster, CPC und Conversion passen zusammen.
Datenbasierte Repricing- & Analyse-Tools, die Fees, Buybox und Wettbewerb in Einklang bringen – z. B. der metaprice Ansatz für dynamische Preisstrategien.
11. Schlusswort & Handlungsempfehlung
Die Amazon Gebühren 2026 markieren einen echten Wendepunkt – nicht, weil Amazon plötzlich günstig wird, sondern weil Effizienz wieder belohnt wird.
- Low-Price-Produkte gewinnen massiv
- Volumen wird wieder attraktiver
- FBA-Optimierung wird Pflicht
- Lagerkosten müssen aktiv gemanagt werden
- Preisstrategien sollten neu gedacht werden
🚀 Jetzt handeln: Gebührenhebel 2026 sauber nutzen
Wenn du 2026 wirklich gewinnen willst, brauchst du eine klare ASIN-P&L pro Markt – plus eine Preisstrategie, die Fees, Buybox und Kampagnenlogik zusammen denkt.
Amazon Gebühren 2026: Datenbasis, Methodik & Prüfbarkeit der Fee-Änderungen
| Bereich | Was im Beitrag verwendet wird | So prüfst du es (Quick-Check) | Warum das für Entscheidungen wichtig ist |
|---|---|---|---|
| Aktualität | Stand im Artikel + Stichtage (15.12.2025 / 01.02.2026) | In Amazon Seller Central die Fee-Notices/Ankündigungen je Marketplace prüfen | Gebührenänderungen sind zeitkritisch – falscher Stand = falsche Kalkulation |
| Geltungsbereich | EU-Marktplätze (DE/UK/FR/IT/ES etc.) + Kategorien/Preisfenster | Je Land & Kategorie die Gebührenstruktur im Gebührenrechner/Programm-Details vergleichen | Ein „Durchschnitt“ ist oft irreführend – Gewinner/Verlierer unterscheiden sich stark |
| Preisfenster-Logik | Fokus auf ≤ €20 (Low-Price-Effekte, pro Einheit spürbar) | Break-even pro ASIN: Preis, COGS, Referral, FBA, Ads, Retouren, Lagerdauer | Die größten Hebel entstehen in preissensiblen Segmenten mit hohem Volumen |
| Praxisbeispiel | Rechenbeispiel (Pet Food) zur Illustration des Fee-Hebels | Eigene ASIN-P&L nachbauen: Vorher/Nachher Gebühren + Volumen | Nur eine saubere ASIN-P&L zeigt, ob „Gebühren runter“ wirklich Marge bedeutet |
| Wichtige Einflussfaktoren | Ads (CPC/ACOS), Retourenquote, Lagerdauer, Removal/Liquidation | KPIs aus Business Reports + Advertising Reports + Lagerkennzahlen kombinieren | Gebühren sind nur ein Teil – operative Effizienz entscheidet über Profitabilität |
| Grenzen/Disclaimer | Keine Rechts-/Steuerberatung, Gebühren können variieren | Verbindliche Angaben immer in offiziellen Amazon-Quellen gegenprüfen | Schützt vor Fehlentscheidungen durch verallgemeinerte Annahmen |
| Empfehlung (Action) | Repricing/Analyse datenbasiert, Portfolio neu gewichten | Top 20 Umsatz-ASINs zuerst neu rechnen, dann Deal-/Pricing-Tests planen | Maximiert Impact: schnellste Marge entsteht bei Volumen + klarer Preisstrategie |
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und stellt keine Rechts- oder Steuerberatung dar. Gebühren, Konditionen und Stichtage können sich je nach Land, Kategorie und Programm unterscheiden. Verbindliche Angaben findest du in den offiziellen Amazon-Dokumentationen und in Seller Central.







